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„Glück gehabt ….. oder?“

Ausstellung im Rahmen der Aktionswoche gegen häusliche Gewalt 2014 im AWO-FFLZ Güstrow

Frau A hatte Glück, sie wird nach drei Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen … . Frau U hat Glück gehabt, die Nachbarn haben nichts gehört …, die Kollegen haben nichts gesehen …., die Familie hat nichts gesagt ….

…. diese und ähnliche Aussagen, Gedanken, Seufzer säumen die Ausstellung „Glück gehabt ….“, die vom 17.-28.November 2014 im Rahmen der Anti-Gewalt-Woche im Mehrgenerationenhaus „AWO-Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum“ in der Güstrower Südstadt zu sehen sein wird. Die Ausstellung ist eine Leihgabe des liberare e.V. in Gera. In der Ausstellung werden persönliche Erfahrungen von Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind bzw. waren, gezeigt.  
Die Anti-Gewalt-Woche ist eine bundesweite Aktionswoche gegen häusliche Gewalt gegen Frauen, Kinder, Alte und Junge. Warum das Ganze, wird sich mancher fragen, ist das wirklich nötig? Wir haben doch im vergangenen Jahr erst darüber informiert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AWO-FFLZ sagen „Ja – es ist nötig, dieses Thema weiter wachzuhalten!“ und deshalb beteiligen sie sich auch in diesem Jahr an den Aktionen des Landkreises und des Arbeitskreises „Opferschutzes“ in Güstrow. Immer noch ist jede 4. Frau von häuslicher Gewalt betroffen. Allein im vergangenen Jahr suchten über 400 Frauen des Landkreises Rostock in Akutsituationen Hilfe. Die Dunkelziffer ist viel höher. Und in den meisten Fällen sind Kinder Mitbetroffene. Sie erleben Eltern in Streitsituationen, holen im günstigsten Fall Hilfe, versorgen bei Verletzungen … oder sind selbst betroffen. „Wir sagen – das muss nicht sein. Dazu muss aber das Tabu gebrochen werden und die Helfersysteme bekannt sein“, so Inken Balla. Mit der Ausstellung will das MGH auf Notlagen aufmerksam machen, Helfernetze im Landkreis Rostock vorstellen und mit Menschen, Besuchern des Hauses und der Ausstellung ins Gespräch kommen, um Mut zu machen, nicht
wegzuschauen, sondern möglicherweise auch Hilfe anzubieten. Der soziale Kontakt zu Nachbarn, Freunden, Kollegen kann der Ausstieg aus familiären Gewaltspiralen sein und der Besuch der Ausstellung kann ein Anfang sein.

Dr. Inken Balla
Psychologische Beratung  
AWO- Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum Güstrow

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